„Ich habe den schönsten Beruf der Welt“

09.01.2017 15:06
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Ein Gespräch mit Emmerich Mitterhuber ist ein wahres Feuerwerk – ein Feuerwerk der Begeisterung für das Arbeiten im Tourismus und im Quellenhof Leutasch.  Diese Begeisterung weckt er Tag für Tag bei Gästen und Mitarbeitern.

Emmerich, Gastgeber zu sein ist und war immer Dein Traumberuf - welche Wege führten Dich in den Quellenhof?

Ich bin auf einem Bauernhof mit sieben Geschwistern in Kärnten aufgewachsen.  Mit 15 bin ich von zuhause weg und in die Lehre gegangen. Zuerst als Koch, dann habe ich ins Restaurantfach gewechselt und mich in Österreich umgeschaut. 10 Jahre lang war ich in Salzburg als Restaurantleiter tätig, bevor mich die Liebe ins Pitztal geführt hat. Von dort ging es in den Quellenhof – vor 20 Jahren! Seit 2001 darf ich dieses wunderbare Haus als Gastgeber führen.

Man spürt förmlich, wie sehr Du deinen Beruf liebst. Was macht diese Begeisterung aus?

Ich habe den schönsten Beruf der Welt! Wir können Menschen glücklich machen. Wenn man an ein schönes Abendessen denkt, dass von der Küche liebevoll zubereitet wurde und dann von den Restaurantfachleuten perfekt serviert wird, dann sieht man rundum glückliche Gesichter.  Wir wollen die Menschen aus ihrem Alltag, der oft stressig  ist – wegen der Arbeit oder anderen unterschiedlichen Belastungen – herausholen, und für sie eine glückliche Zeit schaffen. Wir sind manchmal ein wenig wie ein „Berater“ oder vielleicht besser gesagt ein „Begleiter“, der eine Auszeit ermöglicht, an die man sich gerne erinnert.

Es ist aber nicht so einfach, für diese Aufgabe passende Mitarbeiter zu finden – was braucht es, um so wie du so lange mit so großer Begeisterung in dieser Branche tätig zu sein?

Die Voraussetzung ist, dass man Menschen mag. Dass man gerne mit ihnen zu tun hat, dass man sich gerne auf sie einlässt. Ich versuche, alle unsere Gäste zu kennen, ich möchte jeden, der eine Woche bei uns zu Gast ist , persönlich begrüßen können  - dieses Familiäre, dieses Persönliche ist es, was den Quellenhof Leutasch für viele besonders auszeichnet.  Es macht mir Spaß, bei Hüttenabenden, am Küchentisch oder bei einer Weinverkostung ein Lachen in die Gesichter zu zaubern und Begegnungen zu schaffen, an die man gerne zurückdenkt.Emmerich mit Gästen

Wichtig ist es auch, sich für vieles zu interessieren, immer am Puls der Zeit zu bleiben. Ich habe mich nicht nur im wirtschaftlichen Bereich weitergebildet, sondern besuchte sogar einen Dekorationskurs. Da war ich der Hahn im Korb, denn alle anderen Teilnehmer waren engagierte Hausdamen. Mit unseren Gästen und Mitarbeitern trainiere ich für den Leutascher Halbmarathon, ich bin mit dem Hund oder auf der Loipe unterwegs und auch das Golfspielen habe ich versucht, allerdings reicht für ein gutes Handicap die Freizeit leider nicht aus.

Das ist es auch, was ich unseren Mitarbeitern, vor allem den jungen, weitergeben möchte:  Wenn man diesen Beruf liebt, kann man sich sehr schnell vom Lehrling zur Fachkraft bzw. bis weit nach oben arbeiten. Einsatzbereitschaft und die Lust, gerne Neues zu lernen vorausgesetzt und dann darf man den schönsten Beruf der Welt wie hier in Leutasch im „Paradies“ ausüben.

Natürlich braucht es auch Eigentümer, die das zulassen und ermöglichen, so wie im Quellenhof. Ich bin dankbar, dass sie mir das Vertrauen entgegenbringen, hier Ideen zu verwirklichen und gemeinsam mit dem Team von rund 100 Mitarbeitern für unsere Gäste Tag für Tag unverwechselbare Urlaubserinnerungen zu schaffen. So können wir unser Bestes geben, um den „Quellenhof-Geist” zu hegen und zu pflegen.

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