Ein besonderer Quellenhof-Stammgast: Julia Böttger

26.02.2015 09:50
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Julia ist eigentlich zugleich Gast und Mitarbeiter im Quellenhof Leutasch. Die Erfolgsbilanz der sympathischen Trailrunnerin ist beeindruckend: Der 1. Platz beim Andorra Ultra Ronda (170 Kilometer) oder beim Canadian Death Race (125 km) stellen nur die „Spitze des Eisbergs“ dar – über 15 Spitzenplatzierungen verbuchte sie in  den letzten Jahren. Seit mehr als 3 Jahren leitet die Sportwissenschaflerin und Spitzenathletin bei uns Sportcamps der Extraklasse, bei denen aber nicht nur Trailrunning-Einheiten auf dem Programm stehen.

Julia, du bist ein perfektes Beispiel dafür, welch verschlungene Wege oft zu außergewöhnlichen Karrieren führen. Wie hast Du den für Dich perfekten Sport gefunden?

Ich spielte zwar Volleyball, war aber absolut keine Ausdauersportlerin, bis ich während meiner Studienzeit in München mit dem Laufen begann. Die Natur war mir immer wichtig, ich wollte auf keinen Fall in einem Studio Sport betreiben, aber „nur“ zu laufen fand ich dann doch irgendwie langweilig. Ich begann in einer Marathongruppe zu trainieren, nahm auch an meinem ersten Marathon teil, aber erst als ich meine Leidenschaft für die Berge mit meinem Bewegungsdrang verbinden konnte, war ich bei „meinem“ Sport angekommen: Berge hinauf und hinunter laufen, schmale, technische und steile Trails bewältigen: das ist meine Leidenschaft, das Trailrunning.

Trailrunning heißt aber nicht Berglaufen, oder?

Nein, beim Trailrunning geht es nicht um Höhenmeter. Trailrunner sind in jedem Gelände unterwegs, aber eben auf unbefestigten Wegen – wogegen ein Bergläufer notfalls auch auf einer Asphaltstrecke bergauf läuft.

Man kann es sich in Leutasch mit seinen vielen Langlaufloipen zwar nicht so leicht vorstellen, aber Trailrunning ist ein Ganzjahressport: Auf geräumten Winterwanderwegen kann man optimal laufen, oder im unverspurten Gelände sogar mit Schneeschuhen! Im Tiefschnee ist es ein bisschen wie auf sandigem Untergrund, eine besondere Herausforderung, aber auch ein besonders intensives Training.

Wenn man deine beeindruckenden Erfolge sieht, hat man fast ein bisschen Respekt vor den Camps, die Du im Quellenhof anbietest – muss man dabei "mega-sportlich" sei?

Aber nein, keinesfalls! Die Camps werden immer auf die Gruppe abgestimmt. Ein wenig „Lauf-Grundkondition“ sollte man mitbringen, aber das ist schon alles. Ich versuche in meinen Kursen die  Freude an der Bewegung in der Natur zu vermitteln. Es geht nicht um Höchstleistungen und Bestzeiten, sondern um Spaß, neue Herausforderungen, Gruppenerlebnis und "den Alltag vergessen". Es kommt jeder auf seine Kosten, trainiert in seinem Leistungsniveau und nimmt sich die Zeit, die er braucht. Und unser nächstes Camp ist eine ganz besondere Kombination – Yoga und Trailrunning. So verbindet sich das ruhige Element perfekt mit Ausdauer….

Und wo bist du – abgesehen vom Quelllenhof und dem Leutaschtal – gerne „unterwegs“?

Neben den Bergen hier mag ich die Pyrenäen sehr gerne – weil alles noch so ursprünglich ist. Und der nächste Wettbewerb führt mich im April in den Frühling: nach Madeira….

Apropos Frühling – hast Du einen Fitnesstipp für unsere Leser? Wie kann man den „inneren Schweinehund“ vielleicht gerade jetzt besiegen?

Jede Bewegung zählt! Auch ein kleiner Spaziergang z.b. um den Weidachsee, vor dem Frühstück 3 Bahnen schwimmen – jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Mit kleinen Schritten beginnen, ohne Zwang – so gelingt der Einstieg und macht auf jeden Fall Spaß!

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