Die Quelle ist der Mensch: Michael Eigl

06.10.2014 17:19
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Seit sieben Jahren ist Michael Eigl Küchenchef im Quellenhof: Seine Lieblings-Rezepte gibt es ab sofort zum Nachlesen und Nachkochen. Aber welche Wege führten ihn in die Quellenhof-Küche? Im Interview erzählt der begeisterte Koch, der zwischen Roppen und Leutasch pendelt, warum man als Küchenchef eigentlich mehr „Manager“ als Koch ist und wie der Bio-Saibling von der Fischerei ums Eck zum Lieblingsgericht seiner Gäste wurde.

Gelernt ist gelernt

Dass Michael Eigl richtig gut kochen kann, merkt man schnell. Und das kommt nicht von irgendwo her. Seine Ausbildung absolvierte der 31-Jährige im renommierten Hotel Central in Sölden, dann schwang er den Kochlöffel in St. Gallen in der Schweiz als Chef Tournant. „Anschließend habe ich im Quellenhof angefangen. Ich hatte dort eine wunderbare Zeit als Sous Chef von 2005 bis Anfang 2007. Nach ‚Ausflügen’ ins Seehotel Hubertus in Kärnten und Hotel Crystal Obergurgl im Ötztal hat man mir dann im Winter 2007 beim Quellenhof die Stelle als Küchenchef angeboten. Ich musste einfach "Ja" sagen. Heute habe ich 18 Mitarbeiter, davon 5 Lehrlinge – das Team ist wunderbar“, schwärmt Michael Eigl. Seitdem hat der gebürtige Tiroler die Mission, die Gäste kulinarisch nach Strich und Faden zu verwöhnen.



Mehr Manager als Koch

Auf seine Rolle als Küchenchef angesprochen meint Michael Eigl: „Wenn man die Köche im Fernsehen sieht, geht es meist ‚nur’ um das Kochen. Sehr viele Bereiche bleiben da aber unsichtbar. Ein Küchenchef ist eigentlich der ‚Manager’ der Küche.“ Vom Einkauf über die Menügestaltung bis hin zur Dienstplanerstellung fallen viele verschiedene Dinge in seinen Verantwortungsbereich. Was am Ende des Tages zählt? „Den Gästen immer die höchste Qualität zu bieten.“

Regionalität ist Trumpf

Apropos Qualität: Was bedeutet dieses Wort, mit dem Food-Experten und Kritiker heute so gern hausieren gehen? Für Michael Eigl ganz einfach: „Wir verwenden soviele Produkte wie möglich direkt aus der Region. 19 Bauern liefern uns direkt zu. Bei uns ist wirklich alles selbstgemacht. Vom Kuchen bis hin zu den Gnocchi und den Ravioli. Im Quellenhof werden keine Fertiggerichte verwendet.“ So hat es sich ergeben, dass der Bio-Saibling von der Fischerei am Weidachsee, einmal ums Eck vom Quellenhof, eines der beliebtesten Gerichte bei den Gästen geworden ist. Nachvollziehbar in Zeiten von Überfischung, Toxinbelastung und fragwürdigen Zuchtbedingungen im Ausland.

 

Ob Schnitzel oder Haubenküche, Hauptsache es schmeckt

Die Lieblingsspeise der Quellenhofgäste kennen wir jetzt. Aber wie schaut’s bei Michael Eigl selbst aus? „Mir geht es hier wahrscheinlich so wie einem ‚Viel-Leser’, den man nach seinem Lieblingsbuch fragt: Ich esse eigentlich alles gerne – ob ein 7-Gang-Menü im Haubenlokal oder ein schmackhaftes Gericht in einem traditionellen Gasthaus. Gut muss es sein….dann bin ich happy.“



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