Achtung, Insidertipp: Warum ich den Juni so mag …..

08.05.2017 15:44
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Frühling, Sommer, Herbst und Winter – in Leutasch hat jede Jahreszeit ihren besonderen Reiz. Langläufer lieben den Winter, Sonnenanbeter den Sommer, wer gerne wandert besonders den Herbst und Romantiker die Adventzeit – aber mein absoluter Lieblingsmonat  ist der Juni.

Prinzipiell bin ich ja ein Sommermensch – klar, dass da der Juni gute Karten hat. Aber in der Hinsicht wären Juli und August ja noch sommerlicher. Trotzdem – Gold für den Juni. Vielleicht sind es die Farben – blitzblauer Himmel, strahlende Sonne und Grün: Grün in tausend Schattierungen. Wiesengrün, Tannengrün, Moosgrün – man kann sich nicht sattsehen an der Farbenpracht der Wiesen und Wälder. Wenn man näher hinschaut, wird die Farbpalette noch viel größer: Weiße Margeriten, blaue Glockenblumen, gelbe Trollblumen oder in der Höhe die fast pinkfarbenen Almrosen – all das gibt es nur im Juni. Es scheint, als ob sich die Natur ganz besonders beeilt, all ihre Pracht in diesem Monat zu entfalten – vielleicht,  weil der Sommer auf über 1.000 Höhenmeter naturgemäß ein wenig kürzer ausfällt als z.B. auf 500 Metern Seehöhe.

Und all diese Farbenpracht kann man laaaang genießen:  So spät wie im Juni geht die Sonne sonst nie unter, und alle Frühaufsteher werden schon vor dem Frühstück bei der ersten Lauf- oder Mountainbikerunde von der aufgehenden Sonne begrüßt.  Der Juni ist somit ein willkommener Helfer im Kampf gegen den inneren Schweinehund – sogar ich schaffe es da, hin und wieder, eine Runde um den Weidachsee oder entlang der Ache zu laufen.

Besonders schön ist, dass sich viele Menschen mit über den Juni freuen – so scheint es jedenfalls: Bei jeder Einkehr, auf jeder Hütte - zu 99% trifft man gutgelaunte Zeitgenossen, die das Leben in vollen Zügen genießen.  

Und natürlich profitiert man auch vom Schulferienkalender. Weil die meisten Kids im Juni über den letzten Schularbeiten brüten, können Familien in der Zeit nicht verreisen – und so ist der Juni trotz all seiner Vorzüge in Leutasch ein eher ruhiger, echter „Genuss-Monat“. Außer natürlich, wenn nach diesen Zeilen sofort alle losfahren, um den Insidertipp zu überprüfen ……

PS: Ganz besonders erleben kann man die Juni-Pracht übrigens schon auf dem Weg nach Leutasch: Wenn man zum Beispiel bei Mittenwald über die Grenze fährt, taucht man nach den Serpentinen durch den Wald, vorbei an der Geisterklamm in den Bergsommer ein: Wiesen und Bäume entlang der Straße grüßen in sattem Grün, die malerischen Bauernhäuser präsentieren sich im schönsten Blumenschmuck – frei nach den Sportfreunden Stiller kann man da nur sagen „Mein Herz geht auf“ …

 

Astrid ist eine gebürtige Leutascherin und ist – obwohl sie das nie geglaubt hätte – in Leutasch „hängengeblieben“.  Und freut sich inzwischen wie eine Schneekönigin, dass sie mit Mann und Kindern jeden Tag dort leben darf,  wo andere Urlaub machen. 

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